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Ehrung langjähriger Kassenverwalter

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Ehrung langjähriger Kassenverwalter

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Interesse erhalten an der plattdeutschen Sprache

(Quelle: IVZ) „Wir gehören zur Heimatbühnen-Familie und das wird auch so bleiben“. Karl-Heinz Schwabe ist eines der Gründungsmitglieder des Ensembles, das seit 1946 die Zuschauer mit Stücken in plattdeutscher Sprache erfreut. Schon 1947 stand er in „Moders Krüß“ - einem „Volksstück mit Gesang in vier Aufzügen“ - als Briefträger Nürmann auf der Bühne. Viele weitere Auftritte folgten.


„Plattdeutsche Theatergruppe“ nannten sich die Spieler damals noch. 1949 übernahm Schwabe von seinem Schwiegervater Heinrich Bergschneider das Amt des Kassenverwalters. Für ein Jahr sollte es sein, aber dabei blieb es nicht. „Een Jahr kannste dat no woll wieter maken“, hatte ihn der Gründer der Heimatbühne, Albert Schwabe, immer wieder ermuntert.

60 Jahre lang hat Karl-Heinz Schwabe die Einnahmen und Ausgaben verwaltet, die Abrechnungen der Stücke erstellt, Beiträge kassiert und Rechnungen bezahlt. Daneben kümmerte er sich um die Technik und die Beleuchtung. „Die ersten Scheinwerfer habe ich aus aus Kaffeebohnen-Dosen zusammengeschraubt“, erzählt er. Auch seine Frau Gerda hat selbst mitgespielt und ihn immer unterstützt.

Am Samstagabend trafen sich die aktiven Spieler „mit Kind und Kegel“ zu ihrem traditionellen Sommerfest. Nach einem Besuch im Bergbaumuseum wurde im Sportlerheim auf dem Dickenberg fröhlich gefeiert. „Damit wollen wir den Zusammenhalt fördern und Dank sagen für das Engagement in der vergangenen Spielzeit“, sagte Vorsitzende Christiane Jostmeier. Zum Ehrenmitglied des Vereins wurde Karl-Heinz Schwabe mit seiner Frau Gerda bereits auf der Generalversammlung im Mai ernannt. Während des Sommerfestes überreichten ihnen Christiane Jostmeier und Reinhold Bäumer einen reich gefüllten Präsentkorb und einen Blumenstrauß.

In der langen Vereinsgeschichte wurden viele Stücke auf die Bühne gebracht. In den Anfangsjahren waren es noch zwei pro Saison, eines in Hochdeutsch, eines „op Platt“. Auftritte bei Betriebsfesten mit Einaktern kamen dazu. Die Vereinslokale wechselten, geblieben sind bis heute der Zusammenhalt und die Freude am Theaterspielen. „Unser Kassierer war mir eine große Hilfe, als ich 2002 die Leitung der Bühne übernommen habe“, stellt die Vorsitzende fest. „Ach, ich habe das gern gemacht, die Heimatbühne lag mir immer sehr am Herzen“, entgegnet der Jubilar bescheiden.

Es sei ein richtiger Familienverein gewesen, und er wollte dazu beitragen, dass dieser bestehen bleibt. Auch wenn die Zuschauerzahlen schwankten, musste eine Auflösung nie ins Auge gefasst werden. Ziel war es, das Interesse an der plattdeutschen Sprache zu erhalten und auch jüngere Zuschauer und Mitspieler dafür zu begeistern. Er freue sich, dass die Lust und Leidenschaft fürs plattdeutsche Theater bei Spielern und Publikum wach blieben, so Schwabe.

Zur Zeit läuft die intensive Suche nach einem Stück für die neue Saison. Spielleiterin Marita Kriege und einige Mitstreiter „lesen wie bekloppt“, um wieder spannende und lustige Szenen inszenieren zu können. Die Premiere ist am 22. November, soviel steht schon fest.
VON BRIGITTE STRIEHN