Die Geschichte der Heimatbühne

 

Heimatbuehne Ibbenbueren

Däi vödreihte Vöwandschupp, 1983

So fing Alles an

Von den insgesamt fas 80 Stücken, die die Heimatbühne bisher aufführte, stammten neben dem bereits erwähnten Stück „Däi Onkel kümp“ noch vier weitere aus der Feder des langjährigen 1. Vorsitzenden und 1. Spielleiters Albert Schwabe. Neben „Krummaker und Dölfken“, dem Stück um den Ibbenbürener Arzt Dr. Krummacher, schrieb der Künder alten Brauchtums auch die Stücke „Däi tolle Bomberg“, „Däi olle Postkutske“ und „As däi Klokke sesse schlöng“! Der ehemalige Bergmann Schwabe war mit seiner Laienspielschar in den vielen Jahren seines Wirkens aber nicht nur im Kreisgebiet unterwegs – auch in Hellendorn (1971) und in Bonn (1983) waren die Laienspieler mit einer Aufführung zu Gast. 1992 ga bAlbert Schwabe aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz und die Spielleitung bei der Heimatbühne in jüngere Hände. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, das 50-jährige Bestehen „seiner Heimatbühne“ zu erleben! Er verstarb 1994 im Alter von 87 Jahren.

 

Heimatbuehne Ibbenbueren

Mine Tante - dine Tante, 1992

Sein Nachfolger, der Schlossermeister Erich Hackmann aus Westerkappeln, hat nicht nur als engagierter 1. Vorsitzender und als Regisseur die Leitung der Heimatbühne übernommen. Er ist auch heute noch als Spieler bei den Aufführungen im Einsatz. Unter seiner Leitung erfolgte die Modernisierung der Bühnenkulissen. Die Heimatbühne hat nunmehr auch einen eigenen PKW-Anhänger für den Transport der Kulissen und der Requisiten, denn die Bühnendekoration ist aufwendiger geworden, angeschafft. Bis 1999 hat Erich Hackmann auch die Spielleitung der Bühne neben seiner Funktion als 1. Vorsitzender übernommen. Auf der Jahreshauptversammlung 1999 wurde dann Mariechen Hage zur Spielleiterin der Heimatbühne gewählt. Auch Mariechen Hage war schon jahrelang auf der Bühne aktiv und konnte so in ihrer Funktion als Spielleiterin aus ihren eigenen Erfahrungen schöpfen. Die Funktion des ersten Vorsitzenden übte Erich Hackmann noch bis 2002 aus, er übergab das Amt dann weiter an Christiane Jostmeier, die mit 27 Jahren die Leitung der Heimatbühne Ibbenbüren übernahm.

 

Heimatbuehne Ibbenbueren

Willem up de Himmelsledder, 1988

Christiane Jostmeier kam mit 16 Jahren als Laienschauspielerin zur Heimatbühne, erlernte die plattdeutsche Sprache und war von nun fast in jeder Saison aktiv auf der Bühne. Inzwischen hat sich Christiane Jostmeier auf ihre Tätigkeit als 1. Vorsitzende beschränkt. Ein Wechsel im Bereich der Spielleitung erfolgte 2006, Mariechen Hage und ihr Mann Josef, der jahrelang Kassierer im Verein war, schieden aus der Heimatbühne aus. Die Spielleitung wurde sehr erfolgreich von Marita Kriege fortgesetzt. Jedes Jahr wird die Bühne neu gestaltet. Mehrere Male wurde das Bühnenbild von Uwe Engel gemalt. Er hat hervorragend den Hintergrund zum jeweiligen Stück in Szene gesetzt. Die handwerklichen Arbeiten an der Bühne übernimmt seit mehreren Jahren Horst Habeck gemeinsan mit Alfred Jostmeier und Reinhold Bäumer. Der gelernte Tischler versteht es mit der Bühnenkonstruktion aus Holz umzugehen und immer wieder Fenster, Türen und sogar Fachwerk in das Bühnenbild zu integrieren.